21. April 2009

Eine neuartiges Angebot im Bereich der Kfz-Versicherungen hört auf den Namen “Pay as you drive”. Dieses System bietet dem Kunden diverse Vergünstigungen bei nachweislich gutem Fahrverhalten.

Dieser Nachweis wird durch ein im Fahrzeug des Versicherungskunden angebrachtes Kontrollgerät geliefert. Die Sensoren des Geräts überwachen das Fahrverhalten des Kunden und speichern alle relevanten Daten wie Geschwindigkeit oder Querbeschleunigung. An die Versicherung werden nicht alle Daten übermittelt, sondern nur auffällige wie beispielsweise eine Übertretung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit. Je nach Verstoßanzahl und der daraus sich ergebenden Fahrsicherheit können die Kunden dann profitieren. Melden die Sensoren keinen Verstoß, kassiert der Kunde eine Bonuszahlung, die bei ansteigender Anzahl an negativen Meldungen entsprechend angesenkt wird.

Für viele Kunden attraktiv

Laut einer Umfrage des Magazins “Versicherungswirtschaft” stehen bereits 66 Prozent der Versicherten der Methode nicht abgeneigt gegenüber – und das trotz des eher negativ behafteten Begriffs der Überwachung, der hier zwangsläufig fallen muss. Gerade auch jungen Fahrern erscheint die Einsparmöglichkeit durch sicheres Fahren attraktiv. Die Kunden sehen aber nicht nur den finanziellen Vorteil durch die Bonuszahlungen, sondern auch Möglichkeiten wie die Ortung des Wagens bei einem Diebstahl.
In Deutschland ist das Angebot an “Pay-as-you-drive” – Tarifen bislang aufgrund einiger technischer Schwierigkeiten eher begrenzt. Dies wird sich aber bei gleich bleibender oder sogar ansteigender Nachfrage nach der Methode wohl ändern. Einige Versicherungskonzerne stecken bereits mitten in der Entwicklungs- oder Testphase für die neuen Kontrollmodelle.




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