27. September 2010

Den richtigen Beruf zu finden ist heute gar nicht mehr so einfach. Das liegt weniger daran, dass es kaum Möglichkeiten gibt, sondern eher das Gegenteil macht Berufsanfängern wie alten Hasen das Leben schwer. Viele Ausbildungsberufe sind vom Aussterben bedroht, das die Technik die Fähigkeiten der Handwerker überholt hat und viele kaufmännische Lehrberufe werden durch moderne Computerprogramme überflüssig.

Umsatteln und Weiterbilden

So bleibt vielen nichts anders übrig als sich entsprechend weiter zu bilden. Und das muss kein Nachteil sein, sondern birgt ganz im Gegenteil viele neue Möglichkeiten. Denn wer einige Jahre in seinem Ausbildungsberuf gearbeitet hat, konnte so wertvolle Erfahrung sammeln, einen Überblick über das große Ganze gewinnen und es ist ratsam auf Basis dieser unbezahlbaren, praktischen Erfahrung auszubauen und im Fach zu bleiben. Hat man zum Beispiel Versicherungskaufmann oder –frau gelernt, kann ein Fernstudium in Betriebswirtschaft der nächste Schritt auf der Karriereleiter werden. Nach Abschluss seines Studiums hat man als potentieller Bewerber mehr zu bieten, als die Mitbewerber, die ganz „grün“ frisch von der Uni kommen. Man verfügt über praktische Erfahrungen in der Wirtschaft, im Berufsleben und Büroalltag und beherrscht außerdem die gängige Software.

Erfahrung zählt nicht immer

Leider sieht nicht jeder Arbeitgeber den Wert der Erfahrung als positiv an. Vielfach ist es das Alter des Bewerbers auf das kritisch geschaut wird. Besondere Möglichkeiten bieten sich aber dann, wenn man im gleichen Unternehmen bleiben kann und nach seinem Fernabschluss eine höhere Position beziehen kann. Gerade der Posten eines Leiters in einem Versicherungsbüro in Städten und Dörfern wird gerne mit älteren Bewerbern besetzt, das nur die das richtige Profil haben, um bei den Kunden Vertrauen zu erwecken. Da können die jungen Leute einpacken. Weiterbildung lohnt sich also, selbst wenn es nur für das eigene Selbstwertgefühl von Nutzen ist.




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